Tagung

12. VDMA-Tagung Variantenmanagement

IT-gestützte Variantenkonfiguration – vom Change-Projekt zum Wettbewerbsvorteil

Bildmotiv zur VDMA-Tagung Variantenmanagement
© stockphoto-graf / Fotolia.com

Maschinenbau und Anlagenbau kennen kaum Serienprodukte. Auf Grund von individuellen Kundenwünschen werden vielmehr Unikate geschaffen, so dass Losgröße Eins immer mehr zur Regel wird. Dadurch nimmt die Anzahl der Varianten und die Komplexität insgesamt zu, was eine zunehmende Herausforderung für die Unternehmen darstellt.

Mit einem IT-gestützten Variantenmanagement in Form eines Produktkonfigurators kann jede Anforderung von Kunden und jede Variante schnell und individuell zusammengestellt werden. Doch nur wenn die Daten allen Beteiligten zur Verfügung stehen, können sie davon profitieren. Prozesse können optimiert werden und somit Qualität, Kosten und Liefertermine beherrschbar bleiben. Bis dahin ist es für viele Unternehmen im Maschinenbau noch ein weiter Weg, was sich aus den begleitenden Umfragen unter den Teilnehmenden der 11. VDMA-Tagung Variantenmanagement vom 22. Februar 2022 ableiten lässt. Demnach hatte ein Großteil (65 Prozent) bereits ein systemisches Variantenmanagement im Einsatz, während rund 35 Prozent noch über keines verfügten. Die Mehrheit von 74 Prozent der befragten Teilnehmenden gab allerdings an, in den nächsten ein bis drei Jahren die Erweiterung ihres IT-gestützten Variantenmanagements vornehmen zu wollen.

Die Umsetzung ist jedoch nicht trivial: Neben der technischen Einführung eines unternehmensweiten IT-Systems – vor allem der durchgängigen Datenerfassung, -konsolidierung und effizienten Verarbeitung – wird die Unternehmenskultur zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Denn bei einem solch enormen Change-Projekt sind unterschiedliche Unternehmensbereiche von Vertrieb über Entwicklung und Konstruktion, Einkauf und Produktion, Produktdokumentation bis zum Service eingebunden. Die Beteiligten müssen in abteilungsübergreifenden Projektgruppen kooperativ daran mitwirken. Im Zuge eines Change-Projektes verschieben sich die Verantwortlichkeiten, folglich verändern sich auch die Anforderungen an die Mitarbeitenden.

Folgende Fragen stehen im Fokus: Wie werden Variantenmanagement-Systeme technisch und organisatorisch eingeführt? Wie können alle Projektbeteiligten im Change-Prozess mitgenommen werden? Mit welchen Funktionen und Befugnissen muss die Projektleitung ausgestattet sein?

Die Tagung zeigt auf, wie mittels der durchgängigen Nutzung der Daten Potenziale freigesetzt werden, die es ermöglichen, dass die langlebigen Produkte über den gesamten Produktlebenszyklus professionell und kostengünstig begleitet werden. Dies erzeugt eine langfristige Kundenzufriedenheit und somit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Inhalte

Ab 9:00 Uhr
Registrierung und Eröffnung der Ausstellung

10:00 – 10:15 Uhr
Begrüßung und Einführung durch den Tagungsleiter
Thomas Riegler, Fachverband Software und Digitalisierung, VDMA, Frankfurt am Main

10:15 – 10:45 Uhr
Master Data Management (MDM) – Anwendungs- und zielgruppenspezifische Konfiguration der Produkte

  • Konsolidieren der Daten in ein Master Data Management: Eine Quelle der Wahrheit für alle (Produkt-)Daten
  • Strukturieren der Daten und Ausgabe über Filter: Variantenmanagement über intelligente Verknüpfungen und Regeln (Best Practice Case SPPW GmbH)
  • Veredeln der Daten über Konfiguratoren: Variantenmanagement über anwendungs- und zielgruppenspezifische Produkt-Pakete (Best Practice Case Alfred Jäger GmbH)

Arndt Schieb, Leitung Beratung, GAL Digital GmbH, Hungen-Obbornhofen

10:45 – 11:15 Uhr
From fog to cloud – der Weg in die IT-gestützte Variantenkonfiguration

  • Das Portfolio mit Data Analytics auf die Variantenkonfiguration vorbereiten
  • Mit einem Baukasten Konfiguration produktseitig möglich machen
  • Die Organisation auf den IT-gestützten Abwicklungsprozess ausrichten

Stefan Hötzinger, Director Engineering & Technology, Scheuch GmbH, Aurolzmünster/Österreich

11:15 – 11:45 Uhr
Kaffeepause und Besuch der Ausstellung

11:45 – 12:15 Uhr
Digitalisierung konsequent umgesetzt – in Produkten, Daten, Konfiguration und Engineering

  • Individualisierte Produkt- und Fertigungsdaten on demand für konfigurierbare, hochvariantenreiche Produkte
  • Cloud- und Informationsarchitektur für die Bereitstellung aller relevanter Daten für den Kunden
  • Zusammenspiel von Produktkonfiguration, Datenbevorratung und Datenbereitstellung in einer gehosteten Cloudlösung

Gerd Schüler, Senior Vice President Process and Quality Management, Lenze SE, Aerzen

12:15 – 12:45 Uhr
Vom Modell zum digitalen Zwilling – generative Erstellung von Engineering Daten

  • Datenerstellung mit CAD gen und Datengenerierung
  • 3D-Konfigurator
  • Zusammenspiel Datenerstellung mit Produktkonfigurator

Marc Wöhner, Marketing Manager, Siemens AG, Amberg

12:45 – 13:45 Uhr
Mittagessen und Besuch der Ausstellung

13:45 – 14:15 Uhr
Mit 3D-Visualisierung und digitalisiertem Angebotsprozess Prozesse vom Vertrieb bis in die Fertigung beschleunigen

  • 3D-Visualisierung der Konfiguration beschleunigt den Vertrieb und erlaubt es, Produkte sicher anzubieten
  • Eine professionelle, digitalisierte Angebotserstellung wird ermöglicht, die Zeit und Geld spart
  • Eine einfache und verständliche Darstellung des komplexen Produktportfolios wird ermöglicht

Erik Spahlinger, Teamleiter PLM/ CPQ, E. Zoller GmbH & Co. KG, Pleidelsheim

14:15 – 14:45 Uhr
CPQ - Angebotserstellung bei Doppelmayr Seilbahnen

  • Unterschiedliche Produktausführungen
  • Projektkategorisierung
  • Planungsparameter

Philipp Steurer, IT-Administrator, Doppelmayr Seilbahnen GmbH, Wolfurt/Österreich

14:45 – 15:15 Uhr
Kaffeepause und Besuch der Ausstellung

15:15 – 15:45 Uhr
Herausforderungen und Potenziale bei der Operationalisierung eines ERP-gestützten und -integrierten Variantenmanagements

  • Vorgehen zur Identifikation der Stakeholder des ERP-gestützten Variantenmanagements und (organisatorische) Integration dieser in das ERP-Projekt
  • Analyse der Anforderungen aus Sicht der identifizierten Stakeholder: Change Projekt
  • Herausforderungen und Nutzen bei der Integration des Variantenmanagements mit den Geschäftsprozessen im ERP

Matthias Reumerman, IT-Leiter, Vecoplan AG, Bad Marienberg

15:45 – 16:15 Uhr
Konfigurierbare Maschinenvarianten und Optionen schnell, global anbieten und verkaufen

  • Interne Voraussetzungen für eine schnelle und erfolgreiche Implementierung eines Angebotssystems
  • Was bedeutet geführte Variantenkonfiguration aus Sicht von Vertrieb und Produktmanagement und was ist das richtige Maß für Regeln und Guided Selling?
  • Weltweite Angebotskonfigurationen und Intercompany Themen erfordern explizite Prozesse

Carsten Keim, Director Global Sales & Product Management Business Unit Laser Processing, JENOPTIK Automatisierungstechnik GmbH, Jena

16:15 – 16:30 Uhr
Zusammenfassung und Verabschiedung
Thomas Riegler

16:30 Uhr
Voraussichtliches Ende


Zielgruppe

Geschäftsleitung sowie Verantwortliche aus den Bereichen Entwicklung und Konstruktion, Produktion, Vertrieb, Produktmanagement, Einkauf und Informationstechnologie


Fachausstellung

Im Rahmen der begleitenden Fachausstellung haben Lösungsanbieter die Möglichkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen vorzustellen. Sie interessieren sich für eine Teilnahme als Aussteller und möchten weitere Informationen erhalten? Dann schreiben Sie uns einfach eine E-Mail. Wir nehmen Sie unverbindlich in den Ausstellerverteiler auf.

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Tagungsleitung

Portrait von Thomas Riegler

Thomas Riegler

ist seit 1999 Referent im VDMA Fachverband Software und Digitalisierung. Er betreut dort die Themen CRM und Variantenmanagement (CPQ) sowie Kundendienst/Service unter IT-Gesichtspunkten. Dazu zählen Servicemanagementsysteme, Remote Service, digitale Ersatzteilkataloge/Webshops sowie der Einsatz von Virtual und Augmented Reality (AR/VR).

Veranstaltungsdetails

Dauer: 1 Tag

Neue Stadthalle Langen

Südliche Ringstraße 77
63225 Langen

Gebühren (zzgl. MwSt.)

VDMA-Mitglieder

€ 540

Nichtmitglieder

€ 690

Einführung in das Variantenmanagement

Ergänzend zur Tagung bieten wir dieses Grundlagen-Seminar an, das Sie am Vortag besuchen können.

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Hilfe & FAQ

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+49 69 6603 1334
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