Tagung

11. VDMA-Tagung Variantenmanagement

Variantenvielfalt durch vernetzte IT-Systeme beherrschbar machen

Bildmotiv zur VDMA-Tagung Variantenmanagement
© stockphoto-graf / Fotolia

Wenn von Variantenmanagement die Rede ist, wird oftmals zuerst an den Kunden, Kundenwünsche und Variantenvielfalt gedacht. Damit einher gehen komplexe interne Prozesse und Organisationsstrukturen, welche die Kosten und den Zeitaufwand insgesamt in die Höhe treiben. Das ist vor allem in der Produktion zu bemerken. Um die Effizienz und die Qualität der produzierten Maschinen und Anlagen sicherstellen zu können, muss der Blick in das Innere des Unternehmens bzw. der Organisation gerichtet werden. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Verbesserung des Managements der IT-Schnittstellen sowie in der kontinuierlichen Pflege des Materialstamms mit Hilfe von IT-gestützten Tools.

Bis dahin ist es für viele Unternehmen im Maschinenbau noch ein weiter Weg: Dies zeigen Antworten auf entsprechende Umfragen, welche während der 10. VDMA-Tagung Variantenmanagement im September 2021 von rund 70 Teilnehmenden bearbeitet wurden. Demnach hat ein Großteil bereits ein systemisches Variantenmanagement im Einsatz. Entweder als Teil eines ERP- bzw. PLM-Systems (25 Prozent) oder durch einen Variantenkonfigurator (40 Prozent). 31 Prozent gaben an, dass sie noch über keine dieser drei Möglichkeiten verfügen. Immerhin bei vier Prozent wird eine IT-Lösung zur strategischen Gestaltung des Variantenmanagements genutzt. Dieses Stimmungsbild zeigt, dass Maschinenbauer noch immer mit großen Herausforderungen konfrontiert sind.

Dabei stellen sich Unternehmen folgende Fragen: Was sind die aktuellen Herausforderungen in der durchgängigen Vernetzung zwischen PLM (Product Lifecycle Management) und ERP Systemen (Enterprise Resource Planning)? Wie kann die Datenqualität durch organisatorische oder technologische Maßnahmen nachhaltig verbessert werden? Wie kann die Komplexität in der Produktion durch ein proaktives, systemgestütztes Variantenmanagement beherrscht werden? Im Spannungsfeld zwischen Qualität, Kosten und Produktvarianten können IT-Tools die Abläufe unterstützen. Dabei fungiert das Variantenmanagement als Brücke zwischen Produktion und Kunde.

Inhalte

09:15 – 09:25 Uhr
Begrüßung
Thomas Riegler, Fachverband Software und Digitalisierung, VDMA, Frankfurt am Main

09:25 – 09:35 Uhr
Einführung sowie Moderation
Prof. Volker Stich, Geschäftsführer, Forschungsinstitut für Rationalisierung e.V. (FIR) an der RWTH Aachen und Direktor, RWTH Aachen Campus Cluster Smart Logistik

09:35 – 09:55 Uhr
Digital vernetztes Variantenmanagement – Datenqualität und andere Schlüssel

  • Schlüssel für den durchgängig vernetzten Variantenmanagementprozess
  • Von der Datenbasis zur Erkenntnis
  • Von der Datenbasis zum durchgängig vernetzten Prozess

Dr.-Ing. Sandra Szech, Geschäftsführerin, Odego GmbH, Hamburg

09:55 – 10:25 Uhr
Visuelle Konfiguration für den internationalen Vertrieb

  • Beschleunigung des internationalen Vertriebs
  • Einfache visuelle Konfiguration
  • Durchgängigkeit des Konfigurationsprozesses

Frank Karpawitz, Leiter Vertriebsprozesse im Bereich Konfigurationen für Fahrzeugeinrichtungen, Adolf Würth GmbH & Co. KG, Obersulm-Willsbach

10:25 – 10:50 Uhr
Kaffeepause

10:50 – 11:20 Uhr
Ready to sell  Der digitale B2B-Vertrieb von komplexen Produkten

  • Vielfalt und Komplexität einfach managen
  • Maximale Usability für Vertriebs- UND Admin-Teams
  • Stakeholder im B2B-Vertrieb der Zukunft: Weltweite Vertriebsteams und Händler anbinden sowie Interessenten und Kunden über die Website begeistern

Karl Klemens, Projektleiter & Systems Administrator, Fliegl Agrartechnik GmbH, Mühldorf am Inn

11:20 – 11:50 Uhr
Integration einer CPQ-Lösung

  • SAP KMAT
  • Prozessintegration
  • Vertriebssupport

Frank Wüstner, Senior Project Manager GICP, Group Information Technology, MAN Energy Solutions SE, Augsburg

11:50 – 12:40 Uhr
Mittagspause

12:40 – 13:10 Uhr
Die Brücke zwischen CPQ und SAP: Nahtlose Verbindung der vertrieblichen Konfigurationsbausteine und der zu Grunde liegenden technischen Vorlage

  • CPQ-Lösung als „Spitze des Eisbergs" (vertrieblich-funktionale Produktkonfiguration)
  • Ganzheitlicher Prozess: Variantenvielfalt durch optimierte interne Prozesse und automatisierte Schnittstellen in den relevanten Bereichen
  • Zusammenspiel der Konfigurationsbausteine des CPQ-Systems mit einer sehr flexiblen Stücklistenkalkulation

Manuel Keilich, Leitung Prozessmanagement & Business Applications und Franz Kamml, Leiter Materialkalkulation, Brückner Maschinenbau GmbH & Co. KG, Siegsdorf

13:10 – 13:40 Uhr
Das Produkt fit für die digital vernetzte Wertschöpfung machen

  • Von einer Anlagenstruktur, die auftragsspezifische Aufwände erzwingt, in eine digitalisierungsfähige Produkt- und Variantenstruktur
  • Umsetzung in ERP/PLM/Vertrieb/Service
  • Nutzen für die Anlagenvernetzung/IoT

Ralf Neuser, Engineering Verfahrenstechnik, Achenbach Buschhütten GmbH & Co. KG, Kreuztal

13:40 – 14:00 Uhr
Zusammenfassung
Prof. Volker Stich, Geschäftsführer, Forschungsinstitut für Rationalisierung e.V. (FIR) an der RWTH Aachen und Direktor, RWTH Aachen Campus Cluster Smart Logistik

14:00 – 14:15 Uhr
Schlussworte und Verabschiedung
Thomas Riegler, Fachverband Software und Digitalisierung, VDMA, Frankfurt am Main

14:15 Uhr
Voraussichtliches Ende


Zielgruppe

Geschäftsleitung sowie Verantwortliche aus den Bereichen Entwicklung und Konstruktion, Produktion, Vertrieb, Produktmanagement, Einkauf und Informationstechnologie


Fachausstellung

Im Rahmen der begleitenden Fachausstellung haben Lösungsanbieter die Möglichkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen vorzustellen. Sie interessieren sich für eine Teilnahme als Aussteller und möchten weitere Informationen erhalten? Dann schreiben Sie uns einfach eine E-Mail. Wir nehmen Sie unverbindlich in den Ausstellerverteiler auf.

Tagungsleitung

Portraitfoto von Thomas Riegler

Thomas Riegler

ist seit 1999 Referent im VDMA Fachverband Software und Digitalisierung. Er betreut dort die Themen CRM und Variantenmanagement (CPQ) sowie Kundendienst/Service unter IT-Gesichtspunkten. Dazu zählen Servicemanagementsysteme, Remote Service, digitale Ersatzteilkataloge/Webshops sowie der Einsatz von Virtual und Augmented Reality (AR/VR).
Portraitfoto von Prof. Dr.-Ing. Volker Stich

Prof. Dr.-Ing. Volker Stich

hat an der RWTH Aachen studiert und promoviert. Danach war er in leitenden Positionen bei einem französischen Konzern tätig und übernahm 1997 die Geschäftsführung des Forschungsinstituts für Rationalisierung e.V. (FIR) an der RWTH Aachen. Seit 2014 ist er außerdem Direktor des RWTH Aachen Campus Clusters Smart Logistik.

Veranstaltungsdetails

Dauer: 1 Tag

Websessions live

im virtuellen Raum

Gebühren (zzgl. MwSt.)

VDMA-Mitglieder

€ 390

Nichtmitglieder

€ 530

Hilfe & FAQ

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